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Jugendbuchwoche 2008 - Tag der offenen Tür in der Stadtbibliothek Celle

 
Jugendbuchwoche 2008 - Lesung Ibrahima Ndiaye in der GS Wienhausen
 
Jugendbuchwoche 2008 - Juris Zvirgzdins aus Lettland liest in der Stadtbilbiothek Celle
 
Jugendbuchwoche 2008 - Till Eulenspiegel zieht mit den Kindern durch Celle
 
Jugendbuchwoche 2008 - Ausstellung und Lesung Heike Ellermann in der Stadtbibliothek Celle
 
Jugendbuchwoche 2008 - Tag der offenen Tür in der Kreisfahrbücherei Celle am 21.9.2008
 

 

 

Impressionen von der 8. Jugendbuchwoche im Herbst 2006

 

Jugendbuchwoche 2006

 

 

7. Celler Jugendbuchwoche vom 15. - 25. September 2004

Das war's!

Auf Wiedersehen bis 2006!

Bildergalerie Abschlussveranstaltung (25.9.)

Abschlussgedicht von Dr. Elke Haas

Presseartikelsammlung (pdf-Format - 34 MB - DSL erforderlich!!)

 Bildergalerie Autoren live im Lesezelt, Bücherbus, Leselöwe (20.9.) 
Bildergalerie "Till Eulenspiegel in Celle" (17.9.)
Bildergalerie "Heike Ellermann - Die blaue Maschine" (17.9.)
Bildergalerie "Schaufenster"
(17.9.)

 
Bildergalerie "Empfang in der Ross'schen Villa"  (15.9.)

 

Programm Familienpreisrätsel
(pdf-Dateien zum Anschauen und/oder Ausdrucken!)

 

 

Fotos und Dokumente zur 6. Jugendbuchwoche 2002
sowie zur KIBUM 2004

 

Die Dokumente liegen im pdf-Format bereit. Zum Anzeigen benötigen Sie  den Acrobat-Reader! Hier können Sie ihn kostenlos herunterladen und auf Ihrem Rechner installieren:

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Fotos 2002 Galerie
Programm 2002 
Bücherrätsel 2002
Schulaktivitäten z.B. GHS Altstädter Schule
"Winser Literaturbaum" Fotos

 

Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse in Celle beendet

KIBUM war großer Erfolg!

 

CELLE (loh) „Papa, warum macht die Kinderbuchmesse schon zu?“ fragte ein kleiner Junge, drei oder vier Jahre alt, am letzten Sonnabend, als in der Roß’schen Villa abends die „KIBUM“ geschlossen werden sollte. Vater und Sohn waren einige der letzten von mehr als 1.500 Besuchern, die diese Ausstellung mit Büchern für Kinder und Jugendliche an fünf Tagen gesehen haben. Die Frage dieses Kindergartenkindes drückte aus, was fast alle Besucher empfanden: Es hat ihnen gefallen und sie wären gern noch länger geblieben, um in Büchern zu lesen und zu schmökern.

            In dieser Bücherausstellung für Kinder und Jugendliche konnte kein Buch gekauft werden, aber man durfte nach Herzenslust gucken und lesen. Wer wollte, konnte sich auf bereit liegenden farbigen Zetteln Verfasser und Titel notieren, um das eine oder andere Buch demnächst zu kaufen, es sich zum Geburtstag zu wünschen oder es in einer öffentlichen Bibliothek auszuleihen. Die Kinder- und Jugendbuchmesse, die KIBUM, umfasste alle Neuerscheinungen an deutschen Kinder- und Jugendbüchern aus dem Jahr 2003. Das waren mehr als 2.000 Titel in jeweils zwei Exemplaren, also mehr als 4.000 Bände insgesamt. Zusammengestellt hatten die Ausstellung die Stadt, die Universität und die Volkshochschule Oldenburg. Dort wurde sie im November 2003 gezeigt und geht jetzt als Wanderausstellung herum. Sie war schon in Ulm und Luxemburg und geht von Celle aus weiter nach Zeven.

            In Celle war der Andrang an den Vormittagen am größten, weil viele Schulklassen mit ihren Lehrkräften in den Büchern stöbern wollten. Klassen aller Schularten kamen, von der Grundschule bis zum Gymnasium, aber auch angehende Sozialassistenten von einer berufsbildenden Schule und künftige Erzieherinnen und Erzieher von der Fachschule für Sozialpädagogik. Ebenso waren die Kinder der Kindertagesstätte in Celle da. Die Klassen kamen bis aus Bergen und Hermannsburg. Am Mittwochvormittag waren einmal so viele Schüler gleichzeitig da, dass eine Klasse, obwohl sie sich angemeldet hatte, eine Viertelstunde vor dem Haus warten musste, bis wieder genügend Raum in der Ausstellung war. Trotz des Andrangs gab es nur einmal ein kleines Problem. Ein Junge aus Nienhagen nahm versehentlich einen Rucksack eines Schülers aus Hermannsburg mit. Aber dieses Problem konnte am nächsten Tag leicht bereinigt werden.

            Auch wenn der Weg für manche weit war, das vielfältige Angebot lohnte die Anstrengung und das Warten. Von Bilderbüchern für die Kleinsten über Erzählungen für Grundschulkinder bis zu Romanen für ältere Jugendliche wurde eine Vielzahl ansprechender Bücher gezeigt. Sachbücher und Kinderlexika für das Grundschulalter waren da, aber auch anspruchsvolle Sachbücher für Ältere mit Einführungen in alle Wissenschaftsgebiete. Viele der Bücher sind im vergangenen Jahr erstmals erschienen, aber natürlich gab es auch Altes, Bewährtes, Beliebtes in neuen Ausgaben: Erich Kästners „Emil und die Detektive“ etwa oder der gute alte Struwwelpeter. Neben den Werken von Autoren, die nur für die Jugend schreiben, waren Bücher von Autoren zu sehen, die ihr Ansehen mit Büchern für Erwachsene erworben haben, z.B. ein Kinderroman von Christoph Hein.

            Nicht nur Schulklassen besuchten die KIBUM. Vor allem nachmittags und abends kamen viele Einzelbesucher. Kinder, die vormittags mit ihrer Klasse da gewesen waren, überredeten Mütter oder Großmütter, nachmittags noch einmal mit ihnen hinzugehen. Manche durften auch allein kommen und blieben dann zwei oder drei Stunden, fasziniert von den Büchern. Als am Donnerstag zwei kleine Freunde, die allein erschienen, von der Aufsicht gefragt wurden, ob man ihnen zeigen solle, wo die für sie geeigneten Bücher ständen, antworteten sie selbstbewusst, sie seien schon zweimal allein da gewesen, und gingen zielstrebig in die erste Etage zu „ihren“ Büchern. Etliche Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Großeltern besuchten die Ausstellung auch ohne Kinder. Sie wollten sich wohl nur informieren, aber nicht wenige lasen sich dann doch fest, gefesselt von dem einen oder anderen Buch.

            Mehrere Sonderveranstaltungen ergänzten das Bücherangebot. Im Vorfeld der Ausstellung waren die Schulen zu zwei Wettbewerben aufgerufen worden. Sie sollten Buchstützen basteln und Plakate für die KIBUM entwerfen. Viele Arbeiten waren eingegangen. Die Buchstützen waren in den Ausstellungsräumen aufgebaut und die Plakate hingen an den Wänden. Alle Arbeiten waren sehr schön, und es fiel der Jury schwer, die besten auszuwählen, die dann am Dienstag in der Ausstellung öffentlich prämiert wurden. Es gab Buchpreise und alle Teilnehmer bekamen Leseausweise für die Stadtbibliothek. An jedem Ausstellungstag wurde vorgelesen. Hervorzuheben sind drei Lesungen des bekannten Jugendbuchautors Klaus-Peter Wolf am Mittwoch. Nachmittags las er vor 90 Kindern, und zum Schluss hatte er alle in seinen Bann gezogen, auch die, die anfangs noch uninteressiert zu sein schienen. Am Donnerstag las Mustafa Azim aus Celle, der ein Buch über sein Leben zwischen zwei Kulturen geschrieben hat, und am Freitag schließlich erzählte Margarete Seil Märchen, gekonnt wie je.

            Eine Klasse der Altstädter Schule kam am Freitag ein zweites Mal. Die Schülerinnen und Schüler hatten ihre Lehrerin überredet: „Wir möchten noch mal zur KIBUM. Wir haben Bücher angefangen, und die Ausstellung läuft doch nur bis Sonnabend.“ Rasch hatten sie sich ihre Bücher wieder gegriffen und hockten oder lagen auf Kissen und Matten, vertieft ins Lesen. Die Lehrerin konnte zufrieden sein und war es auch.

            Zufrieden zeigten sich auch die Organisatoren vom Arbeitskreis Celler Jugendbuchwoche, die die KIBUM nach Celle geholt hatten und sie hier mit viel ehrenamtlichem Einsatz aufgebaut und gezeigt haben. Anneliese Lenz-Bahr vom Arbeitskreis: „Der Andrang war groß und die Atmosphäre war gut. Viele junge Leute, die sonst nicht lesen, haben hier zum Buch gegriffen. Was wollen wir mehr?“ Und Elke Haas ergänzte: “Viele Besucher haben sich sehr positiv geäußert und sich bedankt, Lehrer und Eltern wie Kinder. Dasselbe Stimmungsbild ergibt sich aus den vielen Eintragungen im Gästebuch. Wenn dort ein Junge einen Fernseher in der Ausstellung vermisst hat, so war das eine ganz vereinzelte Stimme. Die allermeisten haben gespürt: Lesen macht Vergnügen und durch Lesen erobert man sich die Welt.“

            So zeigte sich am Ende, dass das Motto der KIBUM in Celle schlagend war: „Ohne Lesen nichts gewesen!“

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© 2003-2010   Arbeitskreis Jugendbuchwoche    Letzte Änderung am 09.08.10